Davor · 4 Min. Lesezeit
Ältere Menschen, Behinderung und medizinischer Bedarf
Planen Sie rechtzeitig für Medikamente, strombetriebene Geräte, Mobilität, Warnungen und Evakuierung, und sorgen Sie dafür, dass auch pflegende Angehörige einen Plan haben.
Entwurf: auf Grundlage der unten genannten offiziellen Quellen verfasst, Prüfung durch Fachleute steht noch aus.
Aus dem Englischen übersetzt. Im Zweifel gelten die englische Fassung und die offiziellen Quellen. English
Ein Unterstützungsnetz aufbauen
- Suchen Sie sich Familie, Freunde, Nachbarn und Pflegekräfte aus, die helfen werden. Planen Sie gemeinsam und schreiben Sie den Plan auf.
- Sorgen Sie dafür, dass mehr als eine Person nach Ihnen sieht, falls Ihre wichtigste Hilfsperson Sie nicht erreichen kann.
- Vereinbaren Sie, was gilt, wenn das Telefonnetz ausfällt: Dann kommt jemand persönlich vorbei.
- Fragen Sie nach örtlichen Registern für Menschen, die bei einer Evakuierung Hilfe brauchen könnten, und lassen Sie sich eintragen. Sind Sie auf strombetriebene Geräte angewiesen, melden Sie das Ihrem Stromversorger (zum Beispiel über das Priority Services Register in Großbritannien).
- Gehen Sie bei Ihrem Plan von Ihrem schlechtesten zu erwartenden Zustand aus, nicht von Ihrem besten Tag.
Medikamente und medizinische Angaben
- Halten Sie einen Medikamentenvorrat bereit. Mindestens 7 Tage gehören in Ihr Notfallgepäck, insgesamt sollten es etwa 30 Tage sein. Fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wie das geht.
- Bestellen Sie Folgerezepte frühzeitig, damit Ihnen die Medikamente nicht so leicht ausgehen.
- Führen Sie eine aktuelle schriftliche Liste: Erkrankungen, Allergien, Medikamente und Dosierungen, behandelnde Ärztinnen und Ärzte.
- Tragen Sie Notfallkontakte und medizinische Angaben in die Funktion Notfallpass / ICE Ihres Handys ein.
Geräte, die Strom brauchen
- Machen Sie einen Notfallplan für medizinische Geräte und für Medikamente, die gekühlt bleiben müssen. Lernen Sie, wie Sie eine Notstromversorgung anschließen und starten.
- Halten Sie Ersatzakkus und Powerbanks für Geräte bereit, die damit betrieben werden können.
- Zeigen Sie Ihren Helferinnen und Helfern, wie Ihre Geräte funktionieren. Beschriften Sie sie und befestigen Sie eine ausgedruckte Anleitung daran.
Mobilität, Hören und Sehen
- Nutzen Sie einen Elektrorollstuhl oder ein Elektromobil, halten Sie einen Schieberollstuhl als Ersatz bereit.
- Halten Sie Gehhilfen, Brille und eine Taschenlampe in Reichweite. Legen Sie sich Ersatz zu, zum Beispiel eine zweite Brille oder einen Gehstock.
- Melden Sie sich für offizielle Warnungen an. Sind Sie gehörlos, schwerhörig oder sehbehindert, vereinbaren Sie, dass jemand Warnungen an Sie weitergibt, falls Sie Fernsehen oder Radio nicht nutzen können.
- Hausnotrufsysteme brauchen unter Umständen eine funktionierende Telefonleitung. Halten Sie ein Handy als Ersatz bereit.
Evakuierung und Notunterkunft
- Gehen Sie früh. Sie brauchen vielleicht mehr Zeit, und Unterstützungsdienste können eingestellt werden.
- Planen Sie einen barrierefreien Transport und üben Sie Ihre Fluchtwege, besonders wenn Aufzüge ausfallen könnten.
- Gehen Sie wenn möglich zuerst zu Familie oder Freunden. Öffentliche Notunterkünfte bieten oft keine Pflege oder medizinische Betreuung.
- Sagen Sie dem Personal in der Notunterkunft sofort, was Sie brauchen. Wenn Sie eine Pflegeperson brauchen, bringen Sie sie mit.
Assistenztiere
- Packen Sie ein Notfallset für Ihr Assistenztier und haben Sie seine Papiere oder seinen Ausweis dabei, damit es in der Notunterkunft bei Ihnen bleiben darf.
- Bestimmen Sie eine Ersatzperson, die sich um das Tier kümmert, falls Sie es nicht können.
Demenz
- Notunterkünfte können laut, überfüllt und belastend sein. Bei Familie oder Freunden unterzukommen ist oft besser.
- Packen Sie ein Notfall-Armband mit Namen und Kopfhörer gegen Lärm ein.
- Lassen Sie keine Nachrichten laufen, wenn jemand dabei ist, den das aufregen könnte.
Pflegende Angehörige: Planen Sie auch für sich selbst
- Tragen Sie nicht alles allein. Bitten Sie andere um Hilfe.
- Legen Sie fest, wer für Sie einspringt, falls Sie weg sind oder getrennt werden, und vergewissern Sie sich, dass die Person einverstanden ist.
- Legen Sie eine Übergabemappe an, mit dem täglichen Bedarf, festen Abläufen und Medikamenten.
- Teilen Sie Ihren Plan mit Pflegediensten und Nachbarn und vereinbaren Sie einen Treffpunkt.
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